Bracken

Die Bracken sind die ältesten Jagdhunde überhaupt und haben allesamt ihre Ursprünge in der Keltenbracke. In den Alpenländern heißen sie „Wildbodenhunde“, in der Schweiz und in Frankreich „Laufhunde“. Allen Rassen gemeinsam ist eine sehr feine Nase, ausgeprägter Spurwille und lockerer Spurlaut.

Die bevorzugt zum freien Jagen verwendeten Rassen sind meist bunt gefärbt (Grundfarbe weiß mit rot und schwarz), die mehr als solohunde in den Alpenländern geführten Brackenrassen haben eine gedecktere dunkele Farbe (Grundfarbe schwarz mit rotem Brand und wenig weiß oder einfarbig hirschrot).

Alle von nahezu jeder Jagdhunderasse zu erwartenden Eigenschaften wie Nase, Spurwille, Spurlaut und Spursicherheit bringen die Brackenrassen allesamt von Hause aus mit Uns sind von einer einstigen bunten Rassevielfalt nur zwei Brackenrassen in Deutschland erhalten geblieben - die Deutsche Bracke und die Westfälische Dachsbracke.

Vor weniger als einem Jahrhundert ließ man in unserem Lande eine große Zahl lokaler Brackenrassen und -schläge einfach untergehen: die Rote Hannoversche Haidbracke, die Holsteiner Bracke, die Cronenberger Bracke um nur diese drei zu nennen. Vor zwanzig Jahren stand die letzte Hündin der weiß-gelben „Welfenbracke“. Eigentlich unverziehlich und kaum zu verstehen, welches genetische „Material“ man so sang- und klanglos aufgegeben hat.

Möge es gelingen, die uns verbliebenen beiden deutschen Brackenrassen der Nachwelt zu erhalten. In unseren Nachbarländern war man da kynologisch weitsichtiger. In den Alpenländern Österreich und Schweiz, auf der englischen Insel und vor allem in Frankreich haben sich zahlreiche Brackenrassen – und die Jagd mit ihnen – bis heute erhalten.

Quelle (Text und Bild): Bernd Krewer: Jagdhunde in Deutschland, Melsungen: Neumann-Neudamm Verlag, 2015 - mit freundlicher Genehmigung des Verlages

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